WinZip / UUencode

UUencode-, XXencode-, BinHex- und MIME-Dateien

Mit WinZip können Sie UUencode-, XXencode-, BinHex- und MIME-Dateien (Base64, plain/text und quoted-printable) öffnen und extrahieren sowie Dateien in das UUencode-Format umwandeln. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wozu Sie diese Funktionen benötigen, welche Arbeitsschritte im Einzelnen notwendig sind und welche Vorteile die Unterstützung dieser Internet-Dateiformate für Ihre E-Mail-Operationen bietet.

UUencode-, XXencode-, BinHex- und MIME-Dateien

Dateien per E-Mail versenden

Wenn Sie über eine direkte Internetverbindung verfügen, verwenden Sie möglicherweise bereits ein E-Mail-Programm, mit dem sich Dateien als Anlagen zu einer E-Mail-Nachricht hinzufügen lassen. Viele E-Mail-Programme sind jedoch nicht ohne weiteres in der Lage, Dateien an Internetadressen zu übertragen. WinZip ermöglicht Ihnen, Dateien mit praktisch jedem beliebigen E-Mail-Programm zu versenden und zu empfangen.

Hinweis: Auch wenn Ihr E-Mail-Programm in der Lage ist, Dateien zu übertragen, sollten Sie diese vor dem Versand komprimieren, da die Übertragung komprimierter Dateien aufgrund ihrer geringeren Größe in der Regel deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt. Falls der Empfänger Ihrer Dateien nicht in der Lage ist, Archive zu verarbeiten, können Sie mit WinZip ein selbstextrahierendes Archiv erstellen.

Gründe für das Umwandeln mit dem UUencode- oder anderen Verfahren

Bestimmte Internetprotokolle wurden ursprünglich nicht für die Übertragung binärer Dateien (also von Programmen und anderen nicht im Textformat vorliegenden Dateien) konzipiert und können an sich nur reine Textnachrichten transportieren, die ausschließlich aus druckbaren ASCII-Zeichen bestehen. Um diese Einschränkung zu umgehen, wurden das UUencode- und andere Verfahren entwickelt.

Diese Lösungen arbeiten alle nach demselben Prinzip: Sie wandeln die in dieser Form nicht übertragbaren binären Dateien in ASCII-Zeichenfolgen um, die vom E-Mail-System über das Internet versendet werden können. Aufseiten des Empfängers lassen sich diese Zeichenfolgen sodann durch Dekodieren wieder in die ursprünglichen Dateien zurückumwandeln. Vielleicht haben Sie schon einmal eine dieser scheinbar vollkommen unlesbaren Nachrichten erhalten; sie sehen beispielsweise folgendermaßen aus:

begin 666 encoded.txt
M5&5S="$-"@T*1V5N=&QE(%)E861E<CH-"@T*5&AI<R!I<R!N;W1H:6YG(&UO
M<F4@=&AA;B!A('1E<W0@9FEL92!C<F5A=&5D('1O('!R;W9I9&4@9F]D9&5R
M(&9O<B!T:&4@=F%R:6]U<R!E;F-O9&EN9R!S8VAE;65S+B!)9B!Y;W4@87)E
M('5S:6YG(&ET('1O('1E<W0L(&-O;F=R871U;&%T:6]N<R!O;B!Y;W5R(&%G
M:6QI='D@:6X@8W5T=&EN9RP@<&%S=&EN9RP@<V%V:6YG+"!A;F0@9&5C;V1I
:;F<@=7-I;F<@5VEN6FEP+@T*#0I%;FIO>2$`
`
end

Mit WinZip können Sie UUencode-, XXencode-, BinHex- und MIME-Dateien (Base64, plain/text und quoted-printable) mühelos öffnen und extrahieren sowie selbst UUencode-Dateien für den Versand erzeugen.

Dateien empfangen und für die Umwandlung vorbereiten

Kodierte Dateien, die Sie in einer E-Mail-Nachricht erhalten, müssen auf eine bestimmte Weise vorbereitet werden, damit sie sich von WinZip dekodieren lassen. Das hierzu erforderliche Verfahren hängt davon ab, mit welchem E-Mail-Programm Sie arbeiten.

Bedenken Sie in jedem Fall jedoch, dass Nachrichten, die eine bestimmte Größe übersteigen, manche E-Mail-Programme zum Absturz bringen oder abgeschnitten werden können. Aus diesem Grund ist es sicherer, eine solche Nachricht nicht in der E-Mail-Anwendung zu öffnen sondern als Datei abzuspeichern.

Unter Umständen legt Ihr E-Mail-Programm Anlagen in Form einer externen Datei in einem speziell hierfür vorgesehenen Ordner ab und weist ihr automatisch einen Standardnamen zu. In diesem Fall sollten Sie die Datei umbenennen und mit der Dateinamenerweiterung .UUE versehen, damit sie von WinZip als UUencode-Datei erkannt und verarbeitet wird.

Gelegentlich werden Dateien für den Versand über das Internet auf mehrere Nachrichten verteilt, um Beschränkungen hinsichtlich der Größe von E-Mail-Nachrichten zu umgehen. Wenn Sie eine solche mehrteilige Nachricht erhalten, müssen Sie die einzelnen Teile mithilfe eines Texteditors oder des DOS-Befehls COPY in eine gemeinsame Datei kopieren und diese als Textdatei mit der Dateinamenerweiterung .UUE speichern.

Dateien mit WinZip dekodieren

Für Sie als Empfänger einer Datei ist es unerheblich, ob diese im UUencode-, XXencode-, BinHex- oder MIME-Format (Base64, plain/text und quoted-printable) vorliegt, da WinZip das verwendete Verfahren erkennt und die Datei automatisch korrekt dekodiert.

Ebenso wie bei Archiven bietet WinZip auch bei kodierten Dateien mehrere Möglichkeiten, auf die enthaltenen Daten zuzugreifen. Beispiel:

  • Doppelklicken Sie auf eine Datei mit der Dateinamenerweiterung .UUE.
  • WinZip wird gestartet und dekodiert die Datei. Wenn es sich bei der dekodierten Datei um eine ZIP-Datei handelt, wird sie nach einer Rückfrage geöffnet. Liegt sie in Form einer unkomprimierten Dokumentdatei vor, so wird sie in der üblichen Weise angezeigt.
  • Extrahieren Sie die Datei in gewohnter Weise mit WinZip in einen Ordner Ihrer Wahl.

Hinweis: Sie können eine Datei unabhängig von ihrer Dateinamenerweiterung auch mithilfe der Schaltfläche "Öffnen" in der WinZip-Symbolleiste oder durch Ablegen auf dem WinZip-Symbol bzw. in einem WinZip-Fenster öffnen.

Dateien mit WinZip in das UUencode-Format umwandeln

Mit WinZip können Sie Archive für den Versand per E-Mail in das UUencode-Format umwandeln. Zu diesem Zweck müssen Sie zunächst einmal ein vorhandenes Archiv öffnen oder ein neues Archiv anlegen.

  • Wenn die gewünschten Dateien bereits in Form eines Archivs vorliegen, öffnen Sie dieses Archiv wie gewohnt in WinZip.
  • Sind die gewünschten Dateien noch nicht archiviert, so fügen Sie sie mit WinZip zu einem neuen Archiv hinzu und zeigen die Dateiliste des neuen Archivs im WinZip-Hauptfenster an.
  • Wählen Sie im Menü Aktionen die Option UUencode.

Ihr Archiv wird in eine UUencode-Datei umgewandelt. Wenn Sie dem ursprünglichen Archiv beispielsweise den Dateinamen PROGRAMM.ZIP zugewiesen haben, befindet sich in demselben Ordner nun auch eine Datei namens PROGRAMM.UUE.

UUencode-Dateien versenden

Die Vorgehensweise beim Versenden einer mit UUencode kodierten Datei hängt davon ab, mit welcher E-Mail-Anwendung Sie arbeiten. Bei manchen E-Mail-Programmen brauchen Sie die .UUE-Datei lediglich Ihrer Nachricht als Anlage beizufügen, bei anderen müssen Sie die vorbereitete .UUE-Datei in einem Texteditor öffnen und ihren Inhalt ganz oder teilweise über die Windows-Zwischenablage in die geöffnete E-Mail-Nachricht kopieren. Weitere Informationen zum Versenden umfangreicher Dateien finden Sie im Abschnitt "Tipps und Tricks zur Fehlerbehebung".

Tipps und Tricks zur Fehlerbehebung

Mit WinZip lassen sich kodierte Dateianlagen rasch und mühelos dekodieren. In diesem Abschnitt finden Sie einige Hinweise, die Ihnen beim Umgang mit diesen E-Mail-Anlagen hilfreich sein können:

Die häufigste Ursache für Probleme bei der Verarbeitung kodierter Dateien sind unvollständige Daten und fehlende Header-Informationen. Dateien, die per E-Mail versendet wurden, lassen sich nur ordnungsgemäß dekodieren, wenn die E-Mail-Nachricht vollständig und mit intaktem Header übertragen wurde. Unter den folgenden Verweisen finden Sie kurze Beispiele für Dateien in den verschiedenen Codeformaten. Durch Vergleichen dieser Beispiele mit den Nachrichten, die Sie empfangen haben, können Sie feststellen, ob eine Datei ordnungsgemäß kodiert und mit allen erforderlichen Kopf- und Abschlussdaten vollständig übertragen wurde. Klicken Sie auf eines der folgenden Themen, um die entsprechende Beispieldatei anzuzeigen.

UUencode-Beispieldatei |XXencode-Beispieldatei |BinHex-Beispieldatei |MIME (base64)-Beispieldatei

Mehrteilige Nachrichten müssen vor dem Dekodieren mit WinZip zu einer Datei zusammengefügt werden. Sie können die einzelnen Teile zu diesem Zweck entweder mittels eines Texteditors in eine gemeinsame Datei kopieren und diese anschließend in WinZip öffnen, oder aber ein speziell hierfür vorgesehenes Programm verwenden, wie beispielsweise das UUDeview-Paket von Frank Pilhofer, auf dem auch die von WinZip verwendeten Decoder-Routinen basieren. Bei UUDeview selbst handelt es sich um ein befehlszeilenorientiertes Programm, das entweder als solches im DOS-Fenster oder in Verbindung mit der Benutzeroberfläche von Michael Newcomb direkt unter Windows eingesetzt werden kann. Diese kostenlosen Programme können unter den Internetadressen http://www.fpx.de/fp/Software/UUDeview (Deutschland) bzw. http://www.miken.com/uud (USA) heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum Kodieren von Dateien finden Sie ebenfalls im Internet. Als Einstieg empfehlen wir den Artikel "Introduction to Decoding" (Englisch) auf der UUDeview-Homepage unter http://www.fpx.de/fp/Software/UUDeview. Die MIME-Spezifikation ist in RFC 1521 dokumentiert; auch dieser Standard kann auf zahlreichen Internetsites eingesehen werden.

Fehlerberichte: Sollten Sie nach gründlicher Prüfung der Ansicht sein, dass eine ordnungsgemäß kodierte Datei von WinZip nicht korrekt verarbeitet wird, so setzen Sie sich bitte mit dem WinZip-Support in Verbindung. Senden Sie zu diesem Zweck eine E-Mail mit einer ausführlichen Fehlerbeschreibung an die Adresse support@winzip.de und fügen Sie die betreffende Datei als Anlage in Form eines Archivs bei, um zu verhindern, dass sie während der Übertragung durch einen der Gatewayrechner oder das E-Mail-Programm verändert wird. Bitte entfernen Sie keinesfalls die Kopfzeilendaten oder sonstige in der Datei enthaltene Informationen und geben Sie in der E-Mail nach Möglichkeit an, von welchem Programm die kodierte Datei erstellt wurde. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir im Hinblick auf die Übertragungszeiten kleinere Musterdateien bevorzugen. Wir werden die Datei so rasch wie möglich untersuchen und Sie über das Ergebnis informieren.

Beispiele

Die folgenden Beispiele zeigen verschiedene Kodierungsschemata:


Hier sehen Sie eine Beispieldatei im UUencode-Format:

begin 666 encoded.txt M5&5S="$-"@T*1V5N=&QE(%)E861E<CH-"@T*5&AI<R!I<R!N;W1H:6YG(&UO M<F4@=&AA;B!A('1E<W0@9FEL92!C<F5A=&5D('1O('!R;W9I9&4@9F]D9&5R M(&9O<B!T:&4@=F%R:6]U<R!E;F-O9&EN9R!S8VAE;65S+B!)9B!Y;W4@87)E M('5S:6YG(&ET('1O('1E<W0L(&-O;F=R871U;&%T:6]N<R!O;B!Y;W5R(&%G M:6QI='D@:6X@8W5T=&EN9RP@<&%S=&EN9RP@<V%V:6YG+"!A;F0@9&5C;V1I :;F<@=7-I;F<@5VEN6FEP+@T*#0I%;FIO>2$`
`
end

Hier sehen Sie eine Beispieldatei im XXencode-Format:

begin 666 encoded.txt hJ4JnR02B0Uo8FqJiR4lZ637ZMKFZQXcB0Uo8J4VdQm-dQm-iPrFcOKtb64pj hQaIUR4VVPW-V65FZQrEUNaZgNG-XQaJVR4JY65Fj65-mPrNdN4IUNaxYN4Jm h64NjQW-oO4IURa3mOKxpQm-ZPaBjN4ZiNm-nMqVZPKJn9W-7NW-tPrIUML7Z h65JnOKtb64Zo65Fj65FZQrEg64BjPaRmMLFpP43oOKxiQm-jPW-tPrJm643b hOKldR5YUOKsUMrJoR4ZiNmkUQ43nR4ZiNmkUQq3qOKtb90-VPaEUN4JXPqFd OPaQURLBdPaQUJqZiKaZk9Uo81Ed3PadjSG2+ + end

Hier sehen Sie eine Beispieldatei im BinHex-Format:

VGVzdCENCg0KR2VudGxlIFJlYWRlcjoNCg0KVGhpcyBpcyBub3RoaW5nIG1vcmUgdGhhbiBhIHRl c3QgZmlsZSBjcmVhdGVkIHRvIHByb3ZpZGUgZm9kZGVyIGZvciB0aGUgdmFyaW91cyBlbmNvZGlu ZyBzY2hlbWVzLiBJZiB5b3UgYXJlIHVzaW5nIGl0IHRvIHRlc3QsIGNvbmdyYXR1bGF0aW9ucyBv biB5b3VyIGFnaWxpdHkgaW4gY3V0dGluZywgcGFzdGluZywgc2F2aW5nLCBhbmQgZGVjb2Rpbmcg dXNpbmcgV2luWmlwLg0KDQpFbmpveSE=

Hier sehen Sie eine Beispieldatei im MIME-Format:

--- Content-Type: application/octet-stream; name="encoded.txt" Content-Transfer-Encoding: base64 Content-Disposition: inline; filename="encoded.txt" Content-MD5: V8ttTjZgvmMkzwVFKr5Olw== VGVzdCENCg0KR2VudGxlIFJlYWRlcjoNCg0KVGhpcyBpcyBub3RoaW5nIG1vcmUgdGhhbiBh IHRlc3QgZmlsZSBjcmVhdGVkIHRvIHByb3ZpZGUgZm9kZGVyIGZvciB0aGUgdmFyaW91cyBl bmNvZGluZyBzY2hlbWVzLiBJZiB5b3UgYXJlIHVzaW5nIGl0IHRvIHRlc3QsIGNvbmdyYXR1 bGF0aW9ucyBvbiB5b3VyIGFnaWxpdHkgaW4gY3V0dGluZywgcGFzdGluZywgc2F2aW5nLCBh bmQgZGVjb2RpbmcgdXNpbmcgV2luWmlwLg0KDQpFbmpveSE= -----