Warum werden manche Dateien beim Komprimieren nicht wesentlich kleiner?

Nicht alle Dateitypen lassen sich gleichermaßen gut komprimieren.

Verschiedene Multimediadateien beispielsweise liegen bereits in stark komprimierter Form vor, da die Standards für diese Dateitypen effiziente Verfahren zur Verringerung des Speicherbedarfs definieren. Dies gilt unter anderem für Grafikdateien im GIF-, Musikdateien im MP3- und Filmdateien im MPG-Format. Da sich bereits komprimierte Dateien in der Regel jedoch nicht ein zweites Mal effektiv komprimieren lassen, werden Dateien dieser Typen beim Hinzufügen zu einem Archiv nicht mehr wesentlich kleiner.

Ähnliches gilt für Archive mit maximaler Komprimierungsrate, die ihrerseits in eine ZIP-Datei aufgenommen werden: Das zweite Archiv wird nicht wesentlich kleiner als das erste, sondern im Gegenteil wahrscheinlich sogar noch etwas umfangreicher, da die Daten im ursprünglichen Archiv bereits komprimiert sind und nicht noch weiter komprimiert werden können.

Es gibt noch eine Reihe anderer Dateitypen, die für die Komprimierung weniger gut geeignet sind. Die Speichergröße der verschlüsselten Datendateien bestimmter Finanzanwendungen oder Datenbanken beispielsweise kann durch Komprimieren ebenfalls nicht mehr spürbar verringert werden.

Manche Datentypen (z. B. Textdateien oder Grafikdateien in dem vom Windows-Grafikprogramm Paint verwendeten BMP-Format) lassen sich oftmals um mehr als 90 % komprimieren, während der typische Komprimierungsgrad bei anderen Datentypen (z. B. Programmdateien) bei etwa 50 % liegt. Wenn Sie jedoch auf Dateien treffen, die sich überhaupt nicht nennenswert komprimieren lassen, können Sie davon ausgehen, dass die in ihnen enthaltenen Daten entweder bereits komprimiert oder verschlüsselt sind.

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