Wie passe ich meine WinZip MSI an?

HINWEIS: Änderungen der beschriebenen Eigenschaften wirken sich nur auf die weitgehend automatische Installation von WinZip® auf.

Inhalt:

WinZip MSI-Datei anpassen

Öffnen Sie die WinZip MSI-Datei mit dem MSI-Editor Ihrer Wahl und bearbeiten Sie die Tabelle Property.

Die Eigenschaft "Installationsordner" (INSTALLDIR)

Mit der INSTALLDIR-Eigenschaft können Sie den WinZip-Installationsordner festlegen. Sie kann der Liste der Eigenschaften in der Eigenschaftentabelle hinzugefügt werden. Mit ihrer Hilfe können Sie den Zielordern für die WinZip-Installation festlegen. Fügen Sie die Eigenschaft INSTALLDIR ein und geben Sie anschließend den Zielpfad an.

Installationsschalter

Die Eigenschaft INSTALLCMD aktiviert oder deaktiviert bestimmte WinZip-Funktionen. Dieser Eigenschaft lassen sich Schalter hinzufügen. Jedem Schalter sollte ein Schrägstrich (/) voran- und ein Leerzeichen hintangestellt werden. Folgende Schalter sind verfügbar:

  • noqp - Das WinZip Quick Pick-Symbol wird nicht in der Taskleiste eingerichtet.
  • noc4u - Die Funktion "Auf Updates prüfen" wird nicht ausgeführt.
  • notip - Der "Tipp des Tages" wird nicht angezeigt.
  • nopredefinedjobs - Die vorkonfigurierten WinZip-Aufträge werden nicht installiert.
  • nojobrunprompt - Beim Ausführen von WinZip-Aufträgen wird keine Eingabeaufforderung angezeigt (bevor Sie eine Installation mit diesem Parameter durchführen, sollten Sie unbedingt die mit der automatischen Ausführung von WinZip-Aufträgen verbundenen Sicherheitsrisiken abwägen).
  • altext "XXX" - Verknüpft die angegebene Dateinamenerweiterung mit WinZip. Dies bewirkt, dass eine Datei mit dieser Erweiterung beim Doppelklicken automatisch in WinZip geöffnet wird. (Dieser Schalter ist in Verbindung mit WinZip 10.0 nicht verfügbar.)

Wenn Sie Ihre Installation beispielsweise so anpassen möchten, dass kein WinZip Quick Pick-Symbol und keine vorkonfigurierten WinZip-Auftragsdateien installiert werden, sollte die Eigenschaft INSTALLCMD folgendermaßen aussehen:

/noqp /nopredefinedjobs /autoinstall

Cloud Services und Konvertierung

Mit WinZip haben Sie nun die Möglichkeit, den Zugriff auf Cloud Services und Konvertierungsfunktionen einzuschränken oder vollständig zu unterbinden.

Eigenschaft/Schalter Beschreibung

DISABLECLOUDSERVICES Sperrt den Anwenderzugriff auf Einstellungen für Cloud Services

DISABLECONVERSIONS Sperrt den Anwenderzugriff auf Konvertierungseinstellungen (Verschlüsselung ist nicht betroffen)

DEFAULTCLOUDSERVICE Legt einen Cloud Service als Standard fest

NOUSERCLOUDDEFAULT Anwender kann keinen Cloud Service als Standard definieren

Keine der Cloud Services oder Konvertierungsoptionen sind standardmäßig deaktiviert und kein Cloud Service ist als Standard hinterlegt. Dies sind die Beschreibungen und Einstellungen für diese Optionen:

  • DISABLECLOUDSERVICES: NONE, ALL, BOX, DROPBOX, GOOGLEDRIVE, SKYDRIVE und CLOUDME. Ändern Sie diesen Wert in ALL um alle Cloud Services zu deaktivieren oder verwenden Sie einen bestimmten Service den Sie deaktivieren möchten. Jeder Name (Wert) darf nur mit einem Komma getrennt werden (z.B.: BOX,SKYDRIVE,CLOUDME).
  • DISABLECONVERSIONS: NONE, ALL, IMAGERESIZE, DOCTOPDF und WATERMARK. Ändern Sie diesen Wert in ALL um alle Konvertierungsoptionen zu sperren oder legen Sie bestimmte Konvertierungen fest die deaktiviert sein sollen. Jeder Name (Wert) darf nur mit einem Komma getrennt werden (z.B.: IMAGERESIZE,WATERMARK).
  • DEFAULTCLOUDSERVICE: DEFAULT, BOX, DROPBOX, GOOGLEDRIVE, SKYDRIVE, or CLOUDME. Legen Sie einen Cloud Service als Standard fest. Der Wert DEFAULT legt keinen bestimmten Service fest. Hier wird der Anwender aufgefordert, einen Cloud Service als Standard festzulegen, sobald die Cloud Service Funktion das erste Mal verwendet wird.
  • NOUSERCLOUDDEFAULT: DEFAULT, TRUE, or FALSE. Der Wert TRUE verhindert das Festlegen eines Cloud Services als Standard durch den Anwender. Der Wert DEFAULT ist momentan identisch mit dem Wert FALSE.

 

Eigenschaft "Standard-Komprimierungsmethode" (DEFCOMPICK)

Mit der DEFCOMPICK-Eigenschaft können Sie die Standard-Komprimierungsmethode für WinZip festlegen. Die Standard-Komprimierungsmethode für WinZip ist die "optimale Methode". Bei dieser Komprimierungsmethode wird ein erweitertes Komprimierungsverfahren verwendet, mit dem sich die bislang kleinsten WinZip-Archive (.zipx) erstellen lassen. Folgende Schalter sind verfügbar:

  • Optimal - Stellt die Standard-Komprimierungsmethode für WinZip auf "Optimal (kleinstes Archiv)" ein. Zipx-Dateien können nur mit WinZip ab 12.1 geöffnet werden.
  • Klassisch - Stellt die Standard-Komprimierungsmethode für WinZip auf "Klassisch (maximale Kompatibilität)" ein. Mit der klassischen Komprimierungsmethode wird ein Zip 2.0-kompatibles Archiv erzeugt. Dieses Dateiformat bietet nur mäßige Komprimierungsergebnisse.

Weitere WinZip-Eigenschaften

Die WinZip MSI-Datei enthält weitere Eigenschaften, die Sie bearbeiten können:

  • ADDDESKTOPICON - Fügt dem Desktop des Benutzers das WinZip-Desktopsymbol hinzu.
  • ADDMENUGROUP - Fügt dem Menü Start -> Programme aller Benutzer eine WinZip-Menügruppe hinzu.
  • ADDSTARTMENU - Fügt oben im Startmenü aller Benutzer einen WinZip-Eintrag ein.

Im Auslieferungszustand sind diese drei Eigenschaften in der MSI auf den Wert "1" (aktiviert) eingestellt. Sie können jede dieser Eigenschaften auf "0" (deaktiviert) einstellen, um die betreffende Funktion auszuschalten. Klicken Sie zu diesem Zweck auf die Eigenschaft, deren Wert Sie ändern möchten, und tragen Sie anstelle der "1" eine "0" ein.

Eigenschaften für Kennwortrichtlinien

Hinweis: Diese Eigenschaften betreffen nur WinZip Pro (ab Version 12.0)

WinZip 12.0 (und höher) mit einer Pro-Lizenz beinhaltet Optionen, die dem Administrator ermöglichen, Kennwortrichtlinien einzurichten, die die Verschlüsselung von Dateien mit einem Kennwort, das nicht den in den Richtlinien festgelegten Anforderungen entspricht, unterbindet. Außerdem besteht die Möglichkeit festzulegen, ob ein Benutzer diese Richtlinien ändern und/oder Verschlüsselungsmethoden deaktivieren kann. Die WinZip MSI bietet folgende Eigenschaften für die Konfiguration von Kennwortrichtlinien:

  • PASSWORDLENGTH - Legt die Mindestlänge eines Kennworts fest
  • PASSWORDREQLOWER - Legt fest, dass Kennwörter mindestens einen Kleinbuchstaben (a bis z) enthalten müssen
  • PASSWORDREQUPPER - Legt fest, dass Kennwörter mindestens einen Großbuchstaben (A bis Z) enthalten müssen
  • PASSWORDREQNUMBER - Legt fest, das Kennwörter mindestens eine Ziffer enthalten müssen
  • PASSWORDREQSYMBOL - Legt fest, dass Kennwörter mindestens ein Sonderzeichen enthalten müssen
  • PASSWORDRESTRICT - Verhindert, dass Kennwortrichtlinien durch Benutzer geändert werden
  • ENCRYPTDISABLEMETHODS - Deaktiviert eine oder mehrere Verschlüsselungsmethoden

Die zulässigen Wert für PASSWORDREQLOWER, PASSWORDREQUPPER, PASSWORDREQNUMBER, PASSWORDREQSYMBOL und PASSWORDRESTRICT lauten: TRUE, FALSE und DEFAULT. In der WinZip-Voreinstellung sind alle diese Eigenschaften auf FALSE eingestellt. Wenn Sie den Wert einer Eigenschaft auf TRUE setzen, wird die betreffende Anforderung aktiviert.

Die Eigenschaft PASSWORDLENGTH kann als Wert eine Zahl zwischen 1 und 99 erhalten. WinZip verwendet den Standardwert "8".

Die zulässige Werte für die Eigenschaft ENCRYPTDISABLEMETHODS lauten ZIP20, AES128, AES256 und DEFAULT. Sie können eine, zwei oder alle drei Verschlüsselungsmethoden deaktivieren. In der WinZip-Standardeinstellung ist keine dieser Methoden deaktiviert. DEFAULT kann nicht mit den anderen Werten verwendet werden.

Wenn Sie eine oder zwei Methoden deaktivieren, stehen diese dem Benutzer nicht zur Verfügung. Wenn alle drei Methoden deaktiviert sind und ein Benutzer versucht, Dateien zu verschlüsseln, zeigt WinZip eine Meldung an, die besagt, dass die Verschlüsselungsfunktion durch den Administrator deaktiviert wurde. Wenn Sie beispielsweise möchten, dass Ihre Benutzer nur die 256-Bit AES-Verschlüsselung verwenden, sollten Sie der Eigenschaft ENCRYPTDISABLEMETHODS die Werte ZIP20,AES128 zuweisen (mit einem Komma ohne Leerzeichen getrennt).

MSI der Testversion verwenden

Wenn Sie keine für Ihr Unternehmen angepasste Backup-CD bestellt, sondern die MSI-Datei der Testversion (winzip.msi) heruntergeladen haben, sollten Sie zwei weitere WinZip MSI-Eigenschaften einstellen:

  • ADD_WZMUL - Die in der MSI-Datei enthaltene WinZip-Lizenzdatei (WinZip.wzmul) im Anwendungsdatenordner ablegen
  • SHOW_WEBPAGE - Nach dem Deinstallieren von WinZip die Webseite "Warum haben Sie das Programm deinstalliert?" im Internetbrowser anzeigen

Der Wert "1" bedeutet, dass die jeweilige Eigenschaft aktiviert, und der Wert "0", dass sie deaktiviert ist.

Die auf einer Backup-CD bereitgestellte angepasste MSI-Datei enthält die Lizenzdatei (WinZip.wzmul) des Kunden und die Eigenschaft ADD_WZMUL ist auf "1" eingestellt, damit diese Lizenz bei der Installation von WinZip ebenfalls installiert wird. In der MSI-Datei der Testversion ist diese Eigenschaft auf den Standardwert "0" eingestellt, sodass die in ihr als Platzhalter enthaltene "Dummy"-Lizenzdatei nicht installiert wird. Wenn Sie über eine gute Anwendung zum Erstellen und Bearbeiten von MSI-Dateien verfügen, können Sie diese "Dummy"-Datei entfernen und durch Ihre tatsächliche Lizenzdatei ersetzen. In diesem Fall sollten Sie auch die Eigenschaft ADD_WZMUL auf "1" einstellen, da Ihre Lizenzdatei sonst nicht zusammen mit WinZip installiert wird.

Die Standardeinstellung der Eigenschaft SHOW_WEBPAGE in der MSI-Datei der WinZip-Testversion lautet "1". Um zu vermeiden, dass nach der Deinstallation von WinZip im Internetbrowser aller Benutzer die Webseite "Warum haben Sie das Programm deinstalliert?" angezeigt wird, sollten Sie diese Eigenschaft auf "0" einstellen (Standardeinstellung bei einer angepassten MSI-Datei).

WinZip weitgehend automatisch installieren

Bei einer manuellen Installation von WinZip werden Änderungen, die Sie an der Eigenschaft INSTALLCMD vorgenommen haben, ignoriert. Der Installationsassistent bietet dem Benutzer Standardoptionen an, die während der Installation konfiguriert werden können. Änderungen, die Sie an anderen Eigenschaften (z. B. ADDDESKTOPICON) vorgenommen haben, werden bei der manuellen Installation nicht ignoriert.

Wenn Sie sicherstellen möchten, dass alle Ihre benutzerdefinierten Einstellungen übernommen werden, sollten Sie die weitgehend automatische Installation verwenden. Eine WinZip-Installation per Gruppenrichtlinie wird vollautomatisch unter Verwendung aller Ihrer benutzerdefinierten Einstellungen durchgeführt. Die Installation lässt sich auch mithilfe der Schalter des Windows-Installationsprogramms auf der Befehlszeile oder in einem Skript weitgehend automatisieren. In der Regel werden diese Schalter in Verbindung mit msiexec.exe verwendet. Drei häufig verwendet Schalter sind /qr (reduziert), /qb (grundlegend) und /qn (kein/vollautomatisch). Wenn Sie WinZip beispielsweise vollautomatisch installieren möchten, sollte Ihre Befehlszeile so aussehen:

msiexec /i \\server\share\winzip.msi /qn

Weitere Überlegungen

Wenn Sie WinZip anhand der normalen EXE-Datei installieren, wird das Programm als Anwendung auf Geräte- und nicht auf Benutzerebene eingerichtet. Dies bedeutet, dass WinZip nach der Installation und Registrierung für einen Benutzer des Computers auch für alle anderen Benutzer dieses Computers als registrierte Anwendung zur Verfügung steht, was beim Kauf von Lizenzen berücksichtigt werden muss.

Die WinZip MSI-Installation wird ebenfalls auf der Geräteebene vorgenommen. Aus diesem Grund wird eine "User Configuration"-Installation nach Group Policy (GPO) nicht unterstützt.

Wenn Sie daher eine Installation nach Group Policy durchführen möchten,

  • sollten Sie NICHT die Group Policy "User Configuration" verwenden
  • SOLLTEN Sie die Group Policy "Computer Configuration" verwenden

Außerdem sollten Sie beim Installieren mit dieser MSI-Datei nicht die Administrationsinstallationsoption (MSIEXEC /a) verwenden. Während WinZip zwar anhand der von einer Administrationsinstallation erzeugten Programmdateien und MSI-Datei installiert wird, wird der Anwendungspfad nämlich durch den bei der Administrationsinstallation angegebenen Zielordner bestimmt. Wenn Sie beispielsweise angeben, dass diese Administrationsinstallation die WinZip-Dateien in einem gemeinsam genutzten Netzwerkordner namens "Software" platzieren soll, wird die entsprechende Group Policy-Installation von WinZip auf den Computern der Benutzer im Pfad "C:\Software\Program Files\WinZip" eingerichtet.